Drahtlose Netzwerk
Über weite Strecken gehört der berüchtigte Kabelsalat der Vergangenheit an. Heute
funktioniert Telekommunikation überwiegend drahtlos. Kaum ein Funknetzwerk arbeitet heute noch im großen Stil
verkabelt. Und auch in privaten Haushalten ist "wireless" zum weit verbreiteten Standard geworden. Vom
Internetzugang bis zum Telefon läuft heute fast alles ohne Kabel. Fluch oder Segen? Die drahtlose Kommunikation hat
sowohl ihre Vorteile als auch ihre Nachteile. Doch welche Aspekte überwiegen?
Ein naheliegender Vorteil besteht natürlich darin, dass keinerlei Kabel mehr benötigt
werden. Dadurch muss man sich nicht mehr mit verworrenen Kabeln, die allesamt in ein unübersichtliches Knäuel
münden, auseinandersetzen. Des Weiteren können auch keine Störungen, die durch das Kabel bedingt sind, auftreten –
Beispiele dafür wären der Wackelkontakt oder der Kurzschluss. Da Kabel definitiv als Verschleißteile zu betrachten
sind, kann man also durchaus von einer Ersparnis zu Gunsten der Systemstabilität ausgehen.
Des Weiteren erhöht sich die Mobilität und die Flexibilität eines Funknetzwerks, wenn es
ohne Kabel auskommt. Selbst wenn der Router im nächsten Stockwerk steht, kann man mittels WLAN unkompliziert in die
Weiten des Internets abtauchen. Gerade dieser Aspekt der Mobilität hat sich durch jüngste Innovationen noch
verbessert. So gibt es jetzt USB Sticks, die einfach in ein Endgerät (idealerweise in ein mobiles Notebook/Laptop)
eingesteckt werden und als WLAN Router fungieren. Damit steht das Internet praktisch überall zur
Verfügung!
Bislang bringt ein drahtloses Netzwerk jedoch meist auch einen Nachteil in puncto
Sicherheit mit sich. Da es für drahtlose Netzwerke eine übersichtliche Anzahl an Standards gibt, unterliegt auch
meist der Netzwerkname einer Standardkonfigurationen. Die Bezeichnung lautet häufig "default". Dieser Umstand und
die Tatsache, dass der Name des Netzwerks in regelmäßigen Intervallen mittels SSID Broadcast rausgefunkt wird, kann
leider auch zwielichtige Zeitgenossen auf den Plan rufen. Man sollte also darauf achten, dass das eigene Netzwerk
mittels WPA Verschlüsselung geschützt wird. Die überholte WEP Verschlüsselung garantierte längst nicht mehr genug
Sicherheit. Außerdem sollte man den ggf. standardisierten Netzwerknamen ändern und Zugangspasswörter vergeben.
Dabei sollte die gesamte Länge des Schlüssels (mögliche Länge des Passworts) ausgenutzt werden. Wenn man diese
simplen und zugleich grundlegenden Sicherheitsmaßnahmen berücksichtigt, dann minimiert man auch das Risiko, dass
sich ein unbefugter Dritter über das heimische Netzwerke einloggt.
Abschließend bleibt festzuhalten, dass die Vorteile der drahtlosen Netzwerke die Nachteile
definitiv überwiegen. So wird insbesondere die Kommunikation und die Infrastruktur von Netzwerken im gewerblichen
Bereich, wo viele Computer zum Einsatz kommen und zahlreiche Tasks verwaltet werden müssen, erheblich verbessert.
Gerade für groß angelegte Einrichtungen, wie zum Beispiel Flughäfen, sind drahtlose Netzwerke eine segensreiche
Entwicklung.
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